Von der Idee bis zur Serienreife – Einblick in die innolectric-Labore

innolectric steht für Produkte mit Qualität „Made in Germany“. Von der ersten Idee bis zur serienreifen Produktentwicklung entstehen in Bochum Komponenten für die Elektromobilität. Hardware und Software arbeiten eng verzahnt und umfangreiche Tests in den eigenen Laboren ermöglichen eine schnelle Bewertung der Projektfortschritte.

 

Alex ist Team Manager im Bereich Testing and Qualification und Laborleiter bei innolectric und sorgt dafür, dass die Produkte wie beispielsweise der innolectric On-Board Charger in den eigenen Laboren kontinuierlich geprüft und für den Serienstart vorbereitet werden. In einem Interview erzählt er von seinem Arbeitsalltag bei innolectric.

Alex, du bist bei innolectric für die Labore verantwortlich. Wofür genau bist du zuständig?

Als Laborleiter bin ich für die Führung unserer Labore zuständig. Zu der organisatorischen Führung gehört die Koordination der Labor-Ressourcen, wie zum Beispiel die Verteilung der Arbeitsplätze und des technischen Equipments, das für Tests nötig ist. Ich sorge auch dafür, dass das nötige Equipment jederzeit bereitsteht und sicher eingesetzt werden kann. Außerdem kümmere ich mich um die Schulungen meiner Kollegen. Ich muss sicherstellen, dass die Laborumgebung ein sicherer Arbeitsplatz ist und alle Labormitarbeiter jederzeit wissen, wie sie sicher im Labor arbeiten können. Immerhin arbeiten wir im Labor in lebensgefährlichen Spannungsbereichen, die zwar eine unsichtbare, aber große Gefahr darstellen. Gleichzeitig führe ich selbst als Test Engineer eigene Testreihen mit den innolectric Produkten durch.

Welche Aufgaben fallen in den Laboren an?

In unseren Laboren treffen Hardware-, Softwareentwickler und Testingenieure aufeinander, die auf vielen Ebenen zusammenarbeiten. Die Kollegen aus der Hardwareentwicklung entwerfen zum Beispiel im ersten Schritt das Layout eines Produkts und prüfen sowie messen daraufhin direkt im Labor fertige Baugruppen oder Prototypen.

 

Im nächsten Schritt wird die Software für das Produkt getestet. All das wird von Testingenieuren begleitet, die sicherstellen müssen, dass die Produkte gemäß aller einschlägiger Normen entwickelt werden. Ein gewisses Maß an Kreativität ist aber auch wichtig – zum Beispiel, um realitätsnahe Testfälle und -abläufe zu erstellen.

 

Kurz gesagt, ist die Arbeit im Labor also eine ständige Interaktion zwischen den Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Teams, die dafür sorgt, die Entwicklung unserer Produkte voranzubringen.

Welche Tests führt Ihr hier vor Ort genau durch?

Wir entwickeln und bauen Prüfstände auf, mit denen wir die Umgebung nachstellen, in der unser Produkt später arbeitet – also zum Beispiel ein elektrisches Nutzfahrzeug. So können wir neben den üblichen Verifizierungs- und Validierungstests auch die Funktionsweise unter realitätsnahen Einsatzbedingungen prüfen. Unsere Hard- und Softwareentwickler profitieren sehr davon, dass der Testvorgang direkt bei uns im Haus stattfindet. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, immer eine entwicklungsbegleitende Rückmeldung von den Testingenieuren zu erhalten. Das verkürzt die Abstimmungswege massiv. Außerdem glaube ich, dass es viele der Kollegen freut, nach einer langen Entwicklungsphase die Chance zu haben, die Integration an den Prototypen in unserem Labor mitzuerleben und direkt die ersten Ergebnisse zu sehen.

Wie sieht die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen während Corona aus? Ist das alles, was du beschreibst, gerade überhaupt möglich?

Es ist definitiv etwas anders als davor. Durch das von innolectric aufgestellte Hygienekonzept ist das Arbeiten in den Laboren aber weiter möglich, allerdings mit einigen Einschränkungen. Wir achten in den Laboren auf den Mindestabstand und arbeiten mit Mund-Nasen-Schutz. In dieser besonderen Zeit ist die Labororganisation mehr gefragt denn je. Man muss sehr genau planen, wer und wann im Labor tätig ist, damit der Entwicklungsfluss bestmöglich weiterlaufen kann und nicht eingeschränkt wird.

Alex, du bist bei innolectric ursprünglich als Werkstudent gestartet. Was macht die Laborleitung für dich besonders spannend?

Ich fing vor etwas mehr als zwei Jahren bei innolectric als Werkstudent im Bereich Battery Systems an. Mein Projekt war die Optimierung eines „End-of-Line“-Prüfstandes. Dann fing ich an als Test Engineer bei innolectric zu arbeiten. Ich war von Anfang an stark in den Aufbau der Labore involviert. Das hat dazu geführt, dass ich mit der Zeit immer mehr und mehr Verantwortung übernommen und letztendlich die Rolle des Laborleiters erhalten habe.

 

Heute, als Team Manager im Bereich Testing and Qualification und Laborleiter, begleite ich den Entwicklungsprozess in all seinen einzelnen Bestandteilen, wie zum Beispiel Elektrotechnik, Mechanik und auch Software. Als gelernter Elektrotechniker habe ich so die Chance bekommen, auch auf anderen Gebieten viel Erfahrung zu sammeln. Diese Vielfältigkeit macht meinen Arbeitsalltag hier besonders interessant und spannend.

Danke für deine Zeit!
innolectric AG Interview mit dem Laborleiter